Pflastersteine

Pflastersteine verlegen erfordert einiges Grundwissen. Soll eine Einfahrt oder ein Sitzplatz, ein Fußweg oder ein Eingangsbereich gepflastert werden, ist meist die Wahl zwischen Naturmaterial wie Granit oder fabrikmäßig hergestellten Betonsteinen zu treffen. Mit einigen Vorkenntnissen kann der fantasievolle Planer aber auch kombinierte Pflaster-Kreationen erstellen. Diese werden sehr gerne im Gartenbau verwendet. Wer Pflastersteine selbst verlegen will, benötigt aber auch handwerkliches Geschick und einige Geduld.

Pflasterteine Sorten – Was unterscheidet Natursteine und Fabrikprodukte?

Pflastersteine Beton

Pflastersteine Beton

Pflastersteine aus Beton können in nahezu jede Form gegossen werden, die benötigt wird – ob nun simple Quader, gerundete Formen oder größere Platten; das ist kein Problem. Zusätzlich sind viele attraktive Farbgebungen wie Beige, Rot oder Blau möglich. Damit eröffnet sich dem Planer natürlich eine schier unbegrenzte Vielfalt von Kombinationen und Bildgestaltungen – und die einheitlichen Formen und Maße der Steine ermöglichen eine rasche Verlegung, die sogar mancher Anfänger zweckgemäß bewältigen kann. Allerdings ist hier zu bedenken, dass je nach Belastung und Witterungseinfluss prächtige Einfärbungen – die aus Kostengründen meist nur in der Tragschicht der Steine erfolgen – mehr oder weniger rasch ausbleichen und irgendwann ein verwaschenes Grau hinterlassen. Auch neigt allzu billiger Beton zum Bröckeln und erfordert bisweilen häufigen Ersatz.

Pflastersteine aus gesägtem Naturstein

Pflastersteine aus gesägtem Naturstein

Eine Pflasterung aus Feld- oder Bruchsteinen mag in ländlichen Regionen verführerisch erscheinen, da etwa Landwirte solches Material häufig gerne günstig abgeben. Aber die völlig unregelmäßige Formung solcher Steine erfordert in der Regel das Hinzuziehen eines erfahrenen Pflasterers – wenn es nicht zum Endlos-Projekt ausarten soll. Pflastersteine aus Granit nehmen hier eine Zwischenstellung ein: sie werden in Brechwerken zwar auf ungefähre gleiche Größe gebracht, dennoch sind sie nie identisch und erfordern beim Verlegen besondere Sorgfalt. Ob Klein- oder Großgranit: wegen der unregelmäßigen Oberflächen ist unter Anderem zu bedenken, ob die gepflasterte Fläche etwa mit Schneeräum-Geräten befahren werden muss. Pflastersteine aus Beton sind dafür mit ihrem ebenen Abschluss viel besser geeignet.

Pflastersteine Preise – Welche Kosten sind zu erwarten?

Ein pauschaler Wert kann hier nicht genannt werden. Pflastersteine aus Beton sind wegen der Herstellung in Großserien natürlich günstiger erhältlich als in mühsam aus Steinbrüchen gewonnener Granit. Zu bedenken ist ferner, dass Granit nicht gleich Granit ist. Während in Deutschland gewonnene Pflastersteine aus diesem Material aufgrund ihrer Witterungsbeständigkeit über Generationen hinweg unverwüstlich sind, kann importierter Billig-Granit aus Asien für Enttäuschungen sorgen. Denn bei solche Granitsorten ist oft die Wasserabweisung nicht garantiert – sie “ziehen” die Feuchtigkeit während des Regens und werden dann in hartem deutschem Frost nicht selten vorzeitig gesprengt. Eine sorgfältige Abwägung der Qualität der vorgesehenen Pflastersteine ist also angebracht.

Pflastersteine verlegen – Braucht man eine Fachfirma?

Pflastersteine Granit

Pflastersteine Granit

Das ist nicht unbedingt erforderlich. Ein Heimwerker, der mit Spannschnüren, Wasserwaage und “Abzieh-Brettern” umgehen kann, mag durchaus auch das Verlegen von Pflastersteinen selbst bewältigen. Es gilt hier vorrangig, ein gleichmäßiges und ebenes “Bett” aus Pflastersand für die Pflastersteine anzulegen. Der Untergrund soll zuvor sorgfältig planiert, verdichtet und von Unkraut befreit worden sein. Der Pflastersand darf nicht zu dünn aufgebracht werden, um bei starkem Frost Toleranzen von Erdbewegungen darunter einzuräumen und vorzeitige Verwerfungen der Pflastersteine zu verhindern.

Auch der Pflastersand muss eine vollkommen homogene Ebene beim Beginn des Verlegens bilden; hierzu werden an den Rand- und Eckpunkten der Verlegeflächen Pfähle eingeschlagen, deren Verbindung mit Schnüren und die Kontrolle ihres Ebenen-Niveaus mit der Wasserwaage das Planieren des Sandes gewährleistet. Betonsteine werden dann einfach auf dieser Ebene aneinander gelegt. Granitsteine müssen “Toleranzfugen” haben; sie dürfen nie mit Gewalt aneinander geklopft werden – lieber ist etwas Pflastersand zu entnehmen, um ihnen mehr Platz zum harmonischen Miteinander zu geben.

Eventuell empfiehlt sich der Einsatz einer “Rüttelplatte” oder eines manuellen “Stampfers”, um der geschaffenen Pflasterung eine gefestigtere Struktur zu verleihen. Solche Geräte lassen sich bei Bedarf bei Baufirmen ausleihen.



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